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Neue Filmkommentare
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Ocean’s 8  (2018)
Kommentar von Caenalor  22.01.2022 17:30 Uhr
Durchaus spaßig und weitgehend sauber inszeniert, wenn auch natürlich sehr epigonenhaft. Dass es mit der Logik der Durchführung im Starvehikel-Subgenre der Heist-Filme nicht allzu weit her sein würde, damit rechnet man ja schon im Vorfeld. Etwas enttäuschend war dann schon eher die Teamzusammenstellung, denn ein paar mehr der Damen hätten sich schon gerne deutlicher profilieren können. Bleiben 7 Punkte für solide Unterhaltung ohne allzu deutliche Stärken oder Schwächen.

So richtig entscheiden kann ich mich übrigens immer noch nicht, ob es sexistisch oder nur bloß geschicktes Zielgruppenmarketing war, dass es beim ersten Coup der Frauen-Version wie selbstverständlich um Mode und Schmuck statt um harte Devisen ging...
Uncle Frank  (2020)
Kommentar von Caenalor  22.01.2022 17:24 Uhr
Einerseits im positiven Sinne unaufgeregt, andererseits aber auch etwas seicht erzähltes 70er-Retrostück über Figuren, deren Lebensmodelle ihrer Zeit in Sachen Diversität weit voraus waren. Der titelgebende Onkel, ein schwuler Professor, ist dabei noch die langweiligste Figur; der echte Star ist eindeutig sein Parner Wally, und auch die junge Beth ist eine starke Figur mit glaubwürdiger Entwicklung. Ein echt zündender Funke fehlt dem Ganzen, aber eine nette Geschichte, gutes Zeitgefühl und ein passendes Ensemble reichen für 7 Punkte.
The Revenant - Der Rückkehrer  (2015)
Kommentar von Caenalor  22.01.2022 17:16 Uhr
Egal ob man jetzt gerade eine wunderschöne Naturlandschaft oder eine blutige Gräueltat betrachtet, das sieht alles geradezu unfassbar großartig aus. Die Kälte der Natur wie der Figuren geht einem ins Mark. Aber was mir AGI dabei leider nicht beantworten konnte: Warum musste man so lange und in so viel Detail eine Grausamkeit nach der anderen auswalzen? Nicht, dass diese Grausamkeiten nun wirklich unverhältnismäßig gewesen wären, aber es fehlt einfach das mitreißende erzählerische Motiv, um ihnen einen echten Sinn zu geben und am Ende sowohl auf der reinen Handlungebene als auch in Sachen tiefere Einsicht in die menschliche Natur etwas wirklich Interessantes erzählt zu haben. Scheine da sehr gut auf einer Wellenlänge mit WinstonSmith zu liegen, und lande ebenfalls bei 7 Punkte. Muss man als Cineast fast schon gesehen haben, aber ein Genuss ist es sicher nicht und der Wille zur Wiederbegutachtung bleibt auch sehr begrenzt.
Lucia und der Sex  (2002)
Kommentar von Caenalor  22.01.2022 17:08 Uhr
Mehr Lucia und weniger Sex wäre besser gewesen. Will sagen: solange der Film sich auf die Psyche seiner Hauptfigur konzentriert, ist er großartig. Da wird sehr fein herausgearbeitet, wie diese Frau, die sich bisher stets nur über ihre Beziehungen mit Männern definiert hat, versucht, in ihrer Freiheit zu wachsen anstatt unterzugehen. Aber der ganze Plot mit Lorenzo ist erschreckend trashig und platt. Na gut, der Sex treibt diesen Part eigentlich nur und ist dabei selbst gar nicht das Problem; eher die übergroße Drama-Trauma-Keule.
Im Schnitt bleiben 7 Punkte, sehr sehenswert für die Atmosphäre und in den wirklich überzeugenden introspektiven Momenten, aber in anderen Aspekten eben viel zu dick aufgetragen.
A Quiet Place  (2018)
Kommentar von Caenalor  22.01.2022 16:53 Uhr
Nettes Gimmick als Grundlage, stark inszeniert und gespielt und insgesamt weit erwachsener und intelligenter als der Genrestandard. Leider aber auch an wirklich jeder Ecke sowas von unlogisch, dass die Immersion sehr schnell zusammenbricht. Stilistisch hätte ich gerne viel mehr gegeben, aber so nur 7 Punkte.
10 Cloverfield Lane  (2016)
Kommentar von Caenalor  22.01.2022 16:50 Uhr
Erwartet hatte ich nach all dem halbgaren Marketinggefasel über die ach so wichtige aber doch nicht konkrete Verbindung zu "Cloverfield" eigentlich recht schrottige B-Ware. Dieser völlig eigenständige und deutlich erwachsenere Film hat mir dann aber überraschend gut gefallen und sogar besser als der "entfernte Verwandte". Das liegt natürlich zum Großteil an den großartigen Hauptdarstellern Winstead und Goodman, aber auch an einer bis auf wenige Schockeffekte und ein etwas zu tumbes Finale grundsoliden Inszenierung und einem erzählerisch und dramatisch vielleicht nicht voll ausgeschöpften, aber trotz seiner Simplizität ergiebigen Szenario. Knappe 8 Punkte für ein gelungenes Kellerspiel.
Ohne Limit  (2011)
Kommentar von Caenalor  22.01.2022 16:43 Uhr
Solide und spannende Unterhaltung ohne allzu übertriebene Action-Entgleisungen. Gegenüber dem ein paar Jahre später erschienenen "Lucy" mit fast gleichem Aufmacher bleiben die Auswirkungen von "100% Hirn" hier deutlich bodenständiger, wenn auch natürlich immer noch Blödsinn und auch intern wenig konsistent. Gerade gegen Ende haben sie es sich dann viel zu leicht gemacht und alle existentiellen Komplikationen werden einfach weggewischt. Aber bis dahin stimmte das Tempo meistens und wenn man selbst es schafft, genug Hirnprozente ABzuschalten, kann man das Gezeigte weitgehend akzeptieren. 7 Punkte.
Mord im Loft  (2014)
Kommentar von Caenalor  22.01.2022 16:35 Uhr
Durchaus solide Kost, die sich aber nicht so recht zwischen Glorifizierung und Verurteilung ihrer verkommenen Hauptfiguren entscheiden kann und inszenatorisch oft mehr will als kann. Die sich erst spät aufdröselnde Handlung hält sich genretypisch für schlauer, als sie ist, erscheint aber immerhin einigermaßen logisch. Die immer mal wieder betonten Polit-/Korruptions-Aspekte verlaufen leider völlig im Sande. Urban und Marsden können ihren Charme stark spielen lassen, die anderen Figuren bleiben leider weitgehend Schablonen und vor allem die Frauen nur Staffage und Objekte. Und optisch und akustisch wird oft viel zu sehr aufs Dramapedal getreten, was dann eher peinlich wirkt. Trotz dieser offenkundigen Drehbuch- und filmischen Schwächen und eines am Ende verbleibenden schalen Geschmacks hinsichtlich der fehlenden polizeilichen, moralischen und charakterlichen Aufarbeitung der Geschehnisse aber ganz gut ansehbar, knappe 6 Punkte.
Immer Ärger mit 40  (2012)
Kommentar von Caenalor  22.01.2022 16:25 Uhr
Es gibt Komödien, die sich über peinliche Figuren und Szenen erfolgreich lustig machen. Es gibt Komödien, die auf andere Weisen lustig sein wollen, dabei aber selbst nur peinlich sind. Und es gibt solche, die beim Versuch, sich über peinliche Figuren und Szenen lustig zu machen, selbst noch peinlicher rüberkommen. "This is 40" gehört zur letzteren Kategorie. Dass sich das Ganze dann noch ewig hinzieht, macht es natürlich nur noch schlimmer. Und dann ist da noch eine kuriose und unpassende inszenatorische Empathie gegenüber den eigentlich als peinlich dargestellten Figuren, die sie nur noch nerviger macht, und die sich mir erst erschloss, als ich las, dass Frau und Kinder von der echten Familie des Schreibers/Regisseurs gespielt wurden. Stellenweise geht das dann gar so weit, dass versucht wird, aus der Peinlichkeitskomödie auch noch erbauende Erkenntnisse herauszuarbeiten, was nur zu noch mehr Metapeinlichkeit führt.
Immerhin muss man aber anerkennen, dass es auch noch deutlich niveaulosere Genrekost gibt, und zumindest die Kinder und Großväter ihren Job noch ganz gut machten und zumindest gelegentlich leichtes Schmunzeln bewirkten. 5 Punkte.
Traumfabrik  (2019)
Kommentar von mountie  22.01.2022 00:44 Uhr
Die Macher dieses Films scheinen große Fans von Hollywood-Romanzen zu sein, denn sie verwenden in "Traumfabrik" so ziemlich jedes Klischee, das dieses Genre so zu bieten hat.
Das macht diese Produktion leider zu einem vorhersehbaren, viel zu weit hergeholtem, und unglaublich seichtem Stück Gefühlskino, das durch seine sehr gestellte Geschichte keine wirklichen Sympathiepunkte bei mir sammeln konnte. Diese wurden eher durch das Hauptdarsteller-Paar Mojen und Schüle gewonnen, die wirklich eine ziemlich gute Chemie auf die Leinwand zaubern. Außerdem ist die Produktionsqualität für einen deutschen Kino-Film wirklich erstaunlich hoch geraten. Endlich mal keine TV-Optik, sondern visuell wirklich sehr schön eingefangene Bilder auf hohem Niveau.
Wäre da eben nur nicht diese extrem unplausible Geschichte, die in ihrer Naivität jede Til-Schweiger-Rom-Com wie Gold aussehen läßt. Es muß leider doch auch dem größten Ignoranten eine oder mehrere der vielen Szenen gegen den Strich gehen, wenn vom Autor wiedermal einfach nur bequeme Lösungen gefunden wurden, ohne wirkliches Hinterfragen der Handlung, und einem Überspannen in Sachen Zufälle, und Passt-schon-Szenen.
"Traumfabrik" ist eine naive, und bequem geschriebene Romanze, die zwar mit guten Darstellern und toller Optik daherkommt, aber bei seiner Geschichte zu wenig auf Innovation oder Durchdachtheit setzt, sondern sich lieber auf alt-bekannte Standards und Klischees aus der Mottenkiste verläßt. Hat zwar seine Momente, aber im Ganzen ein eher unterdurchschnittliches Vergnügen...
Dr. House (TV-Serie)  (2004)
Kommentar von mountie  21.01.2022 14:03 Uhr
"Dr. House" ist definitiv eine One-Man-Show, die zwar von einem begabtem Cast begleitet wird, aber letztendlich dreht sich alles um das verbitterte, antisoziale, rücksichtslose Scheusal Dr. Gregory House. Und damit funktionierte diese, etwas andere Arzt-Serie, wunderbar...
War in den ersten paar Staffeln die Krankheit der Woche noch ein spannender Rätsel-Verschnitt im Medizinbereich, so wurde mit dem Laufe der Staffeln diese Formel etwas zu standartisiert. Was nicht heißen soll, das es der Serie an Spannung zu mangeln begann, aber der immer ähnlich ablaufende Plot wurde immer mehr zum Luxus-Problem der Schreiber. Denn wenn man dann mal von der üblichen Norm abwich, gelangen auch immer wieder richtig geniale Episoden. Dabei fand Hugh Laurie hier wirklich die Rolle seines Lebens, denn selten bekam man eine solch unsympathische Figur präsentiert, die trotzdem wunderbar als Zugpferd einer lang laufenden Serie funktionierte.
In seinen 8 Jahren war House also eine Serie, die zwar meist ähnliche Plot-Abläufe besaß, unterhielt mich aber eigentlich immer durchweg auf hohem Niveau. Verantwortlich mache ich dafür hauptsächlich das gesamte Cast, die auch abseits von Dr. House selbst, tolle Ergänzungen darstellten. Somit ereilte die Serie nicht das Schicksal von anderen, langlebigen Serien, die zum Ende hin meist ihren Zenit deutlich überschritten hatten, und nur unnützes In-die-Länge-ziehen betrieben. Staffel 1-7 waren zwar meist gleich aufgebaut, aber eben auf gleichbleibend hohem Niveau. Staffel 8 ist leider eher ein gemütliches Auslaufen, als ein letztes Hurra, besitzt aber trotzdem noch einige Highlights.
Von mir eine klare Empfehlung für Liebhaber von schrulligen Charakteren, allerdings muß man nicht alle Episoden gesehen haben, da sich doch viel im Ablauf wiederholt. Dafür wirken die tollen Highlight-Folgen aber auch deutlich besser, wenn auch die Zwischentöne mitnimmt...
Bitte Eintragen [Forum]
Kommentar von pufmps  21.01.2022 13:23 Uhr
München Im Angesicht des Krieges
https://www.imdb.com/title/tt7475578/
Danke
Kommentar von pufmps  20.01.22 21:30 Uhr
Nord bei Nordwest - Wilde Hunde
https://www.imdb.com/title/tt16317366/
Danke
Licorice Pizza  (2021)
Kommentar von Pitty  19.01.2022 10:15 Uhr
Gestern in der Sneak gesehen. Wir hawren sehr geteilter Meinung über den Film.
Ich persönlich fand ihn nicht schlecht, Paul Thomas Anderson hat dieses Mal viel witz und Komik eingebaut, auch die "Romankik" kommt nicht zu kurz, wobei.. naja, es ist eher ein "hin- und her"...
Gen Ende etwas langatmig aber durchaus sehenswert.
König der Fischer  (1991)
Kommentar von ayla  19.01.2022 01:55 Uhr
Mir war das leider zu verwirrend und merkwürdig.
Da konnte auch Robin Williams nichts daran ändern.

Gut gespielt, sehr außergewöhnliche Story mit unheimlichen Zwischenelementen.
Ein Film über die dicken Straßen der Großstadt und die Menschen die hier leben, teils völlig entfernt von jeglichen Klischees und Normen.


Der Grinch  (2018)
Kommentar von ayla  19.01.2022 01:50 Uhr
Ein klarer Familienfilm.
Leider habe ich hier permanent Otto vor Augen...


Ein netter Familienfilm, in welchem mir der Grinch, mit seiner (berechtigten) Kritik an den (gerade in den USA) überbordernden Weihnachtsaktivitäten sympathischer denn je war.
Obwohl das vermutlich von den Machern nicht so beabsichtigt war.
Pets 2  (2019)
Kommentar von ayla  19.01.2022 01:47 Uhr
Gefiel mir besser als der erste Film.
Da waren schon ordentliche Lacher dabei.
Wie zum Beipiel die Situation im Wartezimmer beim Tierarzt.
"Ich renne und renne...und komme nicht vom Fleck."

Oder dann aufm Bauernhof
"Vielleicht tut dir etwas Abstand vom Stadtleben gut."

Sehr unterhaltsam. Fand ich gut.
Der König der Löwen  (2019)
Kommentar von ayla  19.01.2022 01:45 Uhr
Was bringt einem so ein Film, wenn man sich 1:1 am Zeichentrick halten möchte...
aber dabei die ulkigen Gags verloren gehen?!

Die Animation der Tiere ist sehr detailverliebt.
Hat man gut hinbekommen. Rafiki war klasse, Pumbaa...großartig.
Wobei es aber auch die ein oder andere Selbsbeweihrauchuung gab.
Die erste Aufnahme gleich mal nah an Scars Tatzen/Pfoten.
Damit man als Zuschauer gleich mal due Härchen sieht und fleißig hierfür applaudiert...naja.

Gutes Werk.
Bei dem gezwungenermaßen natürlich nicht alle Gags von '94 übernommen werden konnte.
Von daher...Soll erfüllt.
Nicht mehr, nicht weniger.

Kein Reinfal.. aber man brauchts eben nicht.
Die Entdeckung der Unendlichkeit  (2014)
Kommentar von ayla  19.01.2022 01:39 Uhr
Zu viel Liebelei.
Die Doku von und mit Hawking selbst war deutlich besser.

Stephen W. Hawking sagte mal, dass er teilweise dachte, er sei es selber im Film, nicht Eddie Redmayne.
Das sagt doch alles über die tatsächlich Oscar-würdige Leistung des Hauptdarstellers.
Sonst ein gutes BioPic, das zum Glück weder Hawking noch seine Ex dämonisiert, sondern das Scheitern der Ehe zeigt...den Umständen geschuldet - und trotzdem mit einem Happy End für beide.
tick, tick... Boom!  (2021)
Kommentar von Colonel  18.01.2022 14:14 Uhr
Lin-Manuel Miranda erzählt von den Endzwanziger Jahren des aufstrebenden Broadwaykomponisten Jonathan Larson. Um genau zu sein von den Vorkommnissen in seinem 29. Lebensjahr. Eben das Jahr vor der bösen 30. Mit krankhaftem Ehrgeiz möchte Jonathan nun endlich den Durchbruch und damit den Weg raus aus seinem alten Leben schaffen, welches stark geprägt ist von chronischem Geldmangel und einer verranzten WG Wohnung in Manhattan. Wo man anfangen soll um dieses Werk angemessen zu huldigen ist schwer zu sagen. Sowohl der vielschichtig angelegte Plot, in dem die Probleme eines Endzwanzigers aufgearbeitet werden, als auch die darstellerischen Leistungen sind absolut top. Andrew Garfield spielt sich bei der Darstellung des Jonathan Larson, welcher verzweifelt versucht gegen das vorbestimmte Scheitern anzukämpfen und wieder aufsteht, die Seele aus dem Leib. Getragen wird er von großartiger Musik und grandiosem Storytelling. Kreativität kennt hier kaum Grenzen. Da ist es zu verschmerzen, wenn der Film am vermeintlich tragischsten Punkt ein abruptes Ende nimmt und sich keine Zeit mehr für die Momente danach und den eigentlichen Nachlass dieses scheinbar hochtalentierten Komponisten nimmt. Wer auch nur ein klein wenig für Musicalfilme übrig hat, kommt an diesem Brett nicht vorbei.
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