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99 Francs (FR 2007)

39,90 (DE 2007)


Genre      Comedy
Regie    Jan Kounen ... 
Buch    Frédéric Begbeider ... Roman
Jan Kounen ... Drehbuch
Nicolas & Bruno ... Drehbuch, Dialoge
Produktion    Alain Goldman ... Producer
Darsteller    Jean Dujardin ... Octave Parango
Jocelyn Quivrin ... Charles 'Charlie' Dagout
[noch 8 weitere Einträge]
 
Agent namecaps1
 
Wertungen268
Durchschnitt
7.22 
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DVD-Erscheinungstermin:
26.02.2009

Start in den deutschen Kinos:
31.07.2008



15 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

Gnislew
13.07.2011 13:09 Uhr / Wertung: 9
“39,90″ ist ein visueller Trip in die seelischen Tiefen der Filmfigur Octave. Ausgehend vom Sprung eines Hochhauses wird das zerrüttete Leben des Werbemannes in Rückblenden auf humorvolle und schockierende Weise zu gleich erzählt.

Dabei lebt der Film von Jan Kounen (Dobermann, Blueberry) von mehreren Elementen, die perfekt ineinander greifen. Das erste Element ist dabei die Bildsprache. Schon in der Eröffnungssequenz wird klar, dass Kounen mit “39,90″ einen ganz besonderen Film erschaffen hat und in welcher “Welt” der Film spielt. Wenn mit grafischen Spezialeffekten gezeigt wird, welche Mode Octave trägt und der Beginn seines Sturzes in die Tiefe nur so von versteckten Werbebotschaften für fiktive Produkte und Firmen durchzogen ist, wird klar, dass man hier keinen Film von der Stange sieht.

Und diese Stilelemente finden sich nicht nur in der Eröffnungssequenz wieder, sondern ziehen sich durch den gesamten Film.

Das zweite Element, das “39,90″ zum Erfolg verhilft, sind die Darsteller. Allen voran Hauptdarsteller Jean Dujardin (Ca$h, Hellphone). Er spielt Octave genau als den aalglatten Werbefachmann, der er sein soll, den man zugleich in sein Herz schließt und zum anderen abgrundtief hasst. Mit Dujardin hat man einen echten Glücksgriff gemacht und dem Film so auf eine solide Grundlage gestellt.

Abgerundet wird das Paket der Elemente durch den gelungenen Einsatz der Musik. Wenn Octave auf dem Weg zu einem Meeting mit einem Werbekunden ist und dann “Live and let Die” im Hintergrund läuft passt dies genau so perfekt zum Szenario, wie wenn später im Film Passagen des Mundharmonikastückes aus “Spiel mir das Lied vom Tod” zu hören sind.

Durch das Zusammenspiel dieser drei Elemente ergibt es ein perfektes Gesamtkunstwerk, dass aus meiner Sicht zu den ganz großen Würfen des französischen Kinos gezählt werden darf. Zwar kenne ich die literarische Vorlage zu “39,90″ nicht und kann so nicht entscheiden ob das Buch werksgetreu auf die Leinwand gebracht wurde, als Film funktioniert “39,90″ für mich allerdings sehr gut.

Durch seine tolle Gestaltung und die unterhaltsame Geschichte ist “39,90″ sogar ein Film, den ich mir durchaus ein zweites oder drittes Mal anschauen kann.
KeyzerSoze
19.04.2010 14:43 Uhr / Wertung: 7
Steh normalerweise ja nicht auf Exzessfilme a la Fear and Loathing in Vegas und das bisher gesehene von Jan Kounen konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Aber Jean Dujardin sei Dank bin ich dann doch neugierig auf diese Werbesatire geworden und habe die Sichtung auch nicht bereut. Auch wenn hier die üblichen Drogenexzesse mir den Film fast etwas vermiest hätten, konnte mich der Rest durchaus überzeugen. Herrlich überspitzt wird hier die Werbebranche aufs Korn genommen (zu genial, wenn nach dem Abspann der eben gesichtete Film in den Regalen als familienfreundliche Komödie verkauft wird :D) und auch Kounens Inszenierung weiß zu begeistern: Er bricht hier oftmals mit allen Konventionen, gibt er dem Zuschauer beispielsweise zwei alternative Enden und lässt dem Zuschauer immer wieder im Unklaren was nun wahr und was gelogen in der Geschichte ist. Jean Dujardin beweist hier zudem eindrucksvoll dass er mehr drauf hat als nur den charmanten Ganoven zu geben und kann in seiner Rolle mehr als nur überzeugen. Wenn mir der Film schon gefällt, dann bin ich mir sicher, dass Leute die dem Genre zugeneigt sind wohl richtig begeistert sein werden.
Colonel
28.02.2009 12:03 Uhr / Wertung: 7 - Letzte Änderung: 28.02.2009 um 12:04
Wenn man einen Film über die Werbe Szene macht, dann sollte er so sein wie "99 Francs": ehrlich, skrupellos, innovativ. Dabei stellt sich das Ende des Films mit der Vorstellung von 2 möglichen Enden der Geschichte des Octave als solche Innovation dar, mehr aber auch nicht, da man das 2te, alternative Ende getrost vergessen kann, da es so gar nicht zu dem restlich Film passen will, am Ende dieses alternativen Endes wird jedoch wieder der Bogen zu Ende Nummer 1 geschafft. Doch nicht so schlecht!
Ansonsten starkes Drehbuch, tolle Kamera und gute Darsteller. Wieder mal eine kleine Perle des französischen Films, jedoch vielleicht zu ungewöhnlich für die breite Masse.
SoLaR1z
03.02.2009 21:46 Uhr / Wertung: 6
Dieses kommentar enthält SPOILER

SPOILER SPOILER SPOILER

Was für ein übelst verschickter FIlm. Die ersten 45 Minuten dachte ich das wäre ein stinknormaler Film der nicht wirklich richtig in Fahrt kommt. Nach der Drogenfahrt in Miami dann gabs ne 90 crad drehung und der film wurde immer besser. das 1 alternative ende ist klar das bessere! es schickt einfach mehr.
Das gute ist das der aus frankreich kommt die haben doch eine dramaterische fanatsie was denk ich wäre der film vom ami gekommen nicht der fall gewesen wäre!
Es war kein absoluter Hammer Film aber doch ganz respektabel,
Des einzigste was mich gestört hat war die drogenverharmlichung anfangs. da hat man doch glatt lust bekommen eine durchzuziehen hehe.
MichiLA
28.10.2008 10:22 Uhr
Also zunächst mal zu den Enden: Das 1. Ende ist doch das bessere oder nicht? Nun zum Film. Er hat mich nicht überzeugt. Ok es ist auch nicht mein Genre, aber trotzdem ging ich ohne Vorurteile in den Film. Und leider wurden meine Vorurteile, die nicht vorhanden waren, bestätigt. Da wird das Leben als Werbefutzi immer so leicht dargestellt man entwirft mal paar Texte Bilder, bla bla bla.... Und dann kommen noch Drogen dazu, also Rauchen tun die ja alle, und fertig ist der Film. Die Schauspieler haben den Film ganz gut gespielt. Lassen sie mich zusammenzählen: 6 Punkte
sputnique
09.08.2008 18:15 Uhr - Letzte Änderung: 09.08.2008 um 18:22
Turbulenter, bunter, wirrer, anspruchsvoller Film zu einem noch besseren Buch (dessen Story leicht verknappt und verändert wurde, naturellement) - Postmoderne für den Hausgebrauch all inclusive. Schade, dass der (pseudo-)gesellschaftskritische Spruch ganz am Ende die abgehobene, antimoralische Grundstimmung des Filmes fast zerstört.
Caenalor
05.08.2008 11:22 Uhr / Wertung: 7
Auch daran, aber noch viel mehr an die "Eat the brownie"-Sequenz aus Reefer Madness. ;)
burtonesque
05.08.2008 00:37 Uhr
Hatte jemand bei den Drogenerfahrungsszenen auch Erinnerungen an den Film "Fear and Loathing in Las Vegas"?
atlantis23
21.07.2008 23:09 Uhr
Sicher ein Film, zu dem es verschiedenste Meinungen gibt, denn der Humor mag für den einen oder andere doch etwas gewöhnungbedürftig sein, denn bissig ist noch sehr milde ausgedrückt. Visuell sehr anspruchsvoll und kreativ, habe lange nicht so viele interessante Ideen gesehen. Und auch der Hauptdarsteller trägt den Film sehr gut. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt!
Sven74
21.07.2008 23:08 Uhr / Wertung: 8
Herrlich zynisch, schön schräg und auch ein wenig typisch französisch, aber im positiven Sinne.
Caenalor
20.07.2008 15:49 Uhr / Wertung: 7
Der Film hat deutliche Schwächen. So braucht er sehr lange, um anfangs die Richtung, in die er gehen will, klarzumachen und sich somit dem Zuschauer sympathisch zu machen. Zwischendrin gibt's immer mal wieder unnötig langweilige oder vulgäre Passagen.
Aber dem gegenüber steht von Anfang an stellenweise herrlich grotesker oder bissiger Humor. Und zum Ende (bzw. zu den Enden, sehr gut eingesetzter Kniff) hin steigert sich das Skript deutlich, wirkt perfekt ausgefeilt und richtig kreativ.
Insgesamt bin ich überzeugt. Keine glatte Empfehlung für jedermann, aber für an Obskurität und französischem Stil Interessierte allemal sehenswert. 7 Punkte.
UloPe
19.07.2008 00:09 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 19.07.2008 um 00:09
Sehr cooler Film.

Wird vermutlich nicht unbedingt den Massengeschmack treffen, aber das muss er ja auch nicht.

@Test-Enden: WTF?
Seid ihr besoffen?

Es ist ja wohl offensichtlich das das einfach Teil der Geschichte ist. Schon allein weil der Werbespot-Handlungsstrang noch nicht abgeschlossen ist...
Maddin
18.07.2008 03:09 Uhr
Bei uns in der Sneak (Dettelbach) gab es auch noch das alternative Ende. Ich denke auch, dass das mit dem "Tesscreening" nur fake ist.
Wrzlprmft
18.07.2008 00:18 Uhr / Wertung: 7
Ja, und ich bin mir ziemlich sicher, dass es Teil des eigentlichen Films und kein echter Test ist, wofür es folgende Anhaltspunkte gibt:

  • Die Beginne der Abspänne unterscheiden sich und ihre bloße Existenz sollte bei einem derartigen Test nicht nötig sein.
  • Da Deutsch nicht die Originalsprache des Films ist, erscheint es mir unökonomisch, zwei Enden zum Testen zu übersetzen.
  • Der Grund, bei einem solchen Film Enden zu testen, verschließt sich mir.
  • Da bei uns der Film gerissen ist und es eine lange Pause gab, kann mich zwar mein Gefühl trügen, aber der Film dürfte mit dem ersten Ende arg kurz sein.
  • Der Film ist in Frankreich schon vor fast einem Jahr angelaufen.

Falls die Enden tatsächlich getestet werden sollten, würde ich mich dafür aussprechen, dass man den Film genauso zeigt, wie er in der Sneak lief.
Spreewurm
17.07.2008 23:22 Uhr / Wertung: 7
Naja, war ja eigentlich nicht schlecht,
schön und authentisch werden die Drogentrips gezeigt, nur halt bisschen französisch künstlerisch übertrieben.
Trotzdem nichts für UCI-Sneaks, sind halt zuwenig Filme grad frei gegeben von den Verleihern.

Frage: Waren bei euren Sneaks auch 2 Fassungen vom Ende zu sehen?

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