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Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (DE 1981)

We Children from Bahnhof Zoo (US 1981)
Christiane F. (1981)


Genre      Drama
Regie    Ulrich Edel ... 
Buch    Herman Weigel ... 
Kai Hermann ... 
Ulrich Edel ... 
Produktion    Bernd Eichinger ... 
Darsteller    Natja Brunckhorst ... 
Thomas Haustein ... 
Jens Kuphal ... 
David Bowie ... 
Rainer Woelk ... 
Studio    Maran Film ... 
Solaris Film ... 
Verleih    Neue Constantin Film ... 
 
Agent Fox
 
Wertungen165
Durchschnitt
6.93 
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3 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

Master Thomers
18.03.2010 17:28 Uhr / Wertung: 5
Da in meinem Freundeskreis eine rechte Euphorie um Requiem for a Dream besteht, haben wir uns letztens gedacht, uns beim nächsten Treffen Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo anzusehen. Ein paar meiner Freunde hatten sich auch schon mit der literarischen Vorlage auseinandergesetzt und erklärten, dass die Geschichte viel Potential hätte, verfilmt zu werden. Ich selbst kannte die Geschichte nur in groben Zügen aus Erzählungen, aber mein Interesse war geweckt.

Christiane lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester im südlichen Teil Berlins, wo sie trotz ihres jungen Alters regelmäßig mit Freundinnen in die Disco geht und im Alter von 12 bereits erste Erfahrungen mit Drogen macht. Sie beginnt in eine Sucht abzurutschen und gerät dadurch auch in finanzielle Schwierigkeiten, die sie als Prostituierte am Bahnhof Zoo zu lösen versucht. Selbst ihr Freund Detlef, der ebenfalls am Strich arbeitet, kann sie nicht von ihrem Vorhaben abhalten.

Wie oben erwähnt, kann ich die filmische Umsetzung leider nicht mit der Vorlage vergleichen, da ich das Buch nie gelesen habe, weshalb ich auch keine Eindrücke der Lektüre in die Kritik einfließen lassen kann. Der Aspekt, der mich an Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo im Grunde am meisten störte, waren die Nebenfiguren, die scheinbar alle als unwichtige Statisten abgetan werden. Die einzigen beiden Personen, die charakterisiert werden, sind Christiane und Detlef, alle anderen erscheinen unwichtig und bleiben dementsprechend blass und unbedeutend. Es geht sogar so weit, dass uns die Namen gewisser Freunde der Hauptfigur vorenthalten werden. Dies ist besonders schade im Anbetracht der sehr engagierten Jungdarsteller, die wirklich Großes leisten, und beinahe dennoch durch die schwach geschriebenen Charaktere untergehen. Auch die Vorgeschichte Christianes Familie bliebt unerklärt. Was ist "Das Schlimme" , das der Vater den Töchtern angetan hat, dass sich die Eltern getrennt haben? Auch die Beziehung zwischen der Mutter und ihrer Tochter Christiane scheint nicht vorhanden zu sein, ganz zu schweigen von der Rolle, die der neue Lebensgefährte der Mutter spielt. Trotz alledem zeigt sich der Film handwerklich als souverän und überzeugt besonders - wie schon gesagt - durch die darstellerischen Leistungen der Jungschauspieler.

Mir scheint hier wurde um vieles gekürzt, was ich schade finde, denn so wirkt Christiane Fs Geschichte wie ein Einzelschicksal, das keinen Einfluss auf das Leben anderer genommen hätte. Man hätte sich eventuell mehr Zeit nehmen müssen, um die Geschichte fair umzusetzen.
saddamski
12.08.2005 23:51 Uhr
Netter Film. Musste ihn damals zur "Aufklärung" gucken. Hab später auch mal das Buch gelesen, was mir besser gefallen hat. Der Film bietet aber eine gute Zusammenfassung. Beides lohnenswert.
Duke
15.07.2001 17:27 Uhr
Nadja Brunkhorst ist inzwischen eine "ausgezeichnete" Drehbuchautorin. Sie schrieb die Vorlage zu "Wie Feuer und Flamme"

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