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Werk ohne Autor (DE 2017)

Opera senza autore (IT 2017)
Work Without Author (US 2017)
Never Look Away (2017)


Genre      Drama / Romance / Thriller / War
Regie    Florian Henckel von Donnersmarck ... 
Buch    Florian Henckel von Donnersmarck ... 
Darsteller    Tom Schilling ... Kurt Barnert
Paula Beer ... Ellie Seeband
Sebastian Koch ... Prof. Carl Seeband
Florian Bartholomäi ... Günther May
Hanno Koffler ... Günther Preusser
[noch 8 weitere Einträge]
 
Agent KarlOtto
 
Wertungen23
Durchschnitt
7.61 
     Meine Wertung
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DVD-Erscheinungstermin:
04.04.2019

Start in den deutschen Kinos:
03.10.2018



3 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

ayla
28.11.2021 16:50 Uhr
Mit der anfänglichen Aufarbeitung der MS Zeit konnte man die Oscar-Jury wohl kaum noch beeindrucken können.
Auch wenn das stark gemacht ist vom Plot her.
Und für mich sogar noch der beste Abschnitt des Films ist.
Es ist aber nichts neues.
Wundert mich demnach nicht wirklich, dass es damals nicht klappte mit dem Gewinn.
Zudem wirkt vieles echt belanglos.
Vor allem der Beginn des letzten Drittel als Hanno Kofler miteinsteigt in die Story.
Das iist teilweise dann doch mühsam und ohne Highlight.

Ein eher langweiliger, gar belangloser Film, der nur aufgrund des Namens des Regisseurs preisgekrönt wurde und bei dem man sich als Zuseher fühlt wie der Künstler vor der leeren Staffelei in der vergeblichen Hoffnung, dass noch was Bedeutendes passiert.
Zu künstlich, zu lang, zu selbstverliebt.

Gedreht wurde der Film in Deutschland (u.a. Berlin, Görlitz, Dresden, Düsseldorf), in Polen (u.a. Dolnoslaskie) und in der Tschechischen Republik (u.a. Prag).
Der Film war in den Kategorien bester fremdsprachiger Film und beste Kamera für den Oscar nominiert.
paulienchen85
02.11.2021 11:28 Uhr
Im Beuys-Jahr ist als Randnotiz eine Facette von Beuys erhellend.
Gerhard Richter fühlt sich hintergangen und missbraucht.
Nun denn.
Im öffentlich Rechtlichen und wohl eine Weile in der Mediathek zu sehen, ist es ein fesselnder Film.
Die Lebensgeschichte zwischen und in DREI Deutschlands.
Ein Künstler und seine künstlerische und persönliche Entwicklung - sehr gut herausgearbeitet und wohl nah am Vorbild. Vielleicht zu nah.

Vielseher
17.10.2018 14:01 Uhr / Wertung: 6 - Letzte Änderung: 17.10.2018 um 14:02
Das nun bereits vor Erscheinen in den hiesigen Kinos für den deutschen Beitrag zum Auslands-Oscar vorgeschlagene Werk überzeugt lediglich hinsichtlich der Schauspieler, wobei auch hier partielle Einschränkungen ersichtlich werden, insbesondere bei dem aufstrebenden Künstler, der durch Tom Schilling verkörpert wird. Er steht in einigen Szenen einfach nur so sich selbst im Wege, was wohl dem Drehbuch geschuldet sein dürfte. Paula Beer und Sebastian Koch wie auch Oliver Masucci und weitere überzeugen rundherum. Koch spielt über die gesamte Zeit emotional so stark, wie es selten zu erleben ist; drückt dabei eine eisige Kälte aus, neben der eine Tiefkühltruhe wie ein Heizpilz bei voller Leistung wirkt. Masucci kleistert in der Fettecke die infantile Phase seiner Figur zurecht, wofür später zumindest eine Erklärung gegeben wird. Hier zeigt sich wiederum ein Manko des Films. Die Figuren weisen sehr massiv auf tatsächliche Begegnungen und Ereignisse hin, so dass auch wirklich „jeder“ verstehen soll, um was es dabei jeweils geht. Dass dann oft nur stereotype und klischeehafte Augenblicke entstanden sind bzw. so wirken, sei mal dahingestellt. Ärgerlich ist eher, dass z. B. das Abbild von Beuys nur einseitig als faktischer Tiefenzertrümmerer (der Kunst?) zutage tritt, wenn er so deutlich in die Handlung hineinzitiert wird, obwohl er vielschichtiger war. Der Film ist nicht langweilig. Mich störte jedoch die ledigliche einfache Aneinanderreihung der im wesentlichen zeitlich nacheinander gezeigten Lebensabschnitte der Hauptfigur. Wegen der Schauspieler lohnt sich der Film. Als historischer Film bzw. als deutlich biographische Darstellung der ersten Jahrzehnte eines noch lebenden Malers taugte er für mich nur bedingt.

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