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Neue Filmkommentare
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Shin Godzilla  (2016)
Kommentar von KeyzerSoze  17.05.2017 13:55 Uhr
Der erste japanische Godzilla seit Final Wars ist ein Reboot der Reihe und geht davon aus, dass es sich hierbei um den ersten Angriff der Titelfigur handelt. Das Ganze wirkt teilweise mehr wie ein Anime als ein typischer Film der Reihe, liegt der Fokus doch auf die logistische Planung wie man denn nun das Monster stoppen könnte. So spielen gut 3/4 des Filmes hinter verschlossenen Räumen und zeigen vor allen Dingen hektische Diskussionen. Besonders gefallen haben mir die unterschiedlichen Evolutionsstufen Godzillas und die wenigen, dafür aber umso gelungeneren Actionszenen, die glücklicherweise den alten Charme nicht vermissen lassen. Fand ihn unterm Strich aber leider ein ganzes Stück zu lang. Denke mal so 15 - 20 Minuten weniger hätten es auch getan ... und dabei ist er schon recht kurz. Auf jeden Fall dem US Film von vor ein paar Jahren um Welten überlegen
Logan: The Wolverine  (2017)
Kommentar von KeyzerSoze  17.05.2017 13:55 Uhr
Bin leider ein wenig Opfer des Hypetrains geworden. Sehr guter Film, etwas Überragendes hab ich jedoch nicht gesehen, da doch irgendwie alles ziemlich nach Schema F abläuft. Schön düster / dreckig / kompromisslos / blutig, ein paar nette kleine Storyideen wie die Krankheit von Xavier und das Mädel ist auch eine echte Entdeckung. Leider mal wieder das Problem, dass man einen bescheidenen Bösewichten hat und an manchen Stellen kommt der Film irgendwie nicht voran. Dennoch, sehr guter Film, evtl. gefällt er mir beim zweiten Sehen noch besser ... ohne den ganzen Vorabhype a la "Marvel's Dark Knight".
Hail, Caesar!  (2016)
Kommentar von KeyzerSoze  17.05.2017 13:53 Uhr
Hätte ich ihn eher gesehen, wähe er wohl locker unter den schlechtesten 5 Filmen gelandet die ich 2016 gesehen habe. Produktionsdesign ist toll, einige Darsteller auch (Brolin, Swinton, der junge Westerntyp, dessen Namen ich schon wieder vergessen hab), aber das Ganze ist inhaltlich so ein extremer Flickenteppich mit komplett verschwendetem Potential. Hatte teilweise das Gefühl, dass die Produzenten es nicht hinbekommen haben die Termine der unzähligen Stars so zu legen, dass sie auch gemeinsam vor der Kamera agieren können und so ists leider nichts halbes und nichts Ganzes. Ein paar nette Einzelszenen und das wars dann leider auch schon... und sie haben noch nicht mal ne Connor / Kurgan Reunion eingebaut.
Kong: Skull Island  (2017)
Kommentar von KeyzerSoze  17.05.2017 13:52 Uhr
Hab nicht viel erwartet, da ich den ersten Teil des Monsterverse "Godzilla" ziemlich bescheiden fand (nett ausgedrückt) und holy shit: Kong war teilweise ein großer Spaß. Klar, die Charaktere sind austauschbar und es ist ne Schande dass Leute wie Brie Larson, Tom Hiddleston, John Goodman und Tian Jing so verheizt werden aufgrund der schwachen Figurenzeichnung. Dennoch: Ich hatte etwas mehr als anderthalb Stunden ein breites Grinsen im Gesicht. Der Film hat zwei große Stars. Zum Einen, der Regisseur Jordon Vogt Roberts (der schon in "Kings of Summer" nen tollen Job gemacht hat), der versuchte seinen Film im Stile von "Apocalypse Now" zu inszenieren, was von vornherein eigentlich schon zum Scheitern verurteilt war, aber hier tatsächlich bestens funktioniert. Die Farben, die Kamerafahrten und die Atmosphäre sind erstklassik, die Soundtrack gehört wohl zu den Besten der letzten Jahre und ja, dieses "Apocalyspe Now" mit Monstern hat wunderbar funktioniert. Der andere Star sind die Kreaturen an sich. Genau das was ich beim letzten US "Godzilla" oder bei "Jurassic World" sehen wollte und nicht bekommen habe bietet "Skull Island": Eine spaßige Monsterschlacht von Anfang bis Ende mit tollem Monsterdesign, herausragenden Special Effects und ja, die Helikopteractionszene ist wohl die, die es dieses Jahr zu toppen gilt. Klar, der Film hat seine Macken wenn man auf die Story schaut (der tolle John C. Reilly als Einziger wirklich ausgenommen), aber man hat von der ersten bis zur letzten Minute Spaß und ein breites Grinsen im Gesicht ... genau das was ich mir von einem solchen Film wünsche.
xXx - Die Rückkehr des Xander Cage  (2017)
Kommentar von KeyzerSoze  17.05.2017 13:49 Uhr
Obwohl ich den ersten als einen der schlechtesten Actionfilme ever ansehe ... ja ... was dachte ich eigentlich ... hatte die Hoffnung, dass Donnie Yen und Tony Jaa was reißen können. Tolle Eröffnungsszene mit witzigem Cameo, tolle erste Actionszene in der Yen und Jaa austeilen dürfen .... dann kommt Diesel und es geht bergab ... man nimmt ihm einfach nix ab, da klar ist, dass es eigentlich nie er in den furchtbar inszenierten Actionszenen ist. Das Ganze weil einfach nur dumm sein und Spaß machen ... zweiteres wird leider Vergessen. Wie schon erwähnt: Diesel ist unerträglich, seine Crew langweilig, Dobrevs Charakter ist wohl einer der schlimmsten Figuren die ich seit Ewigkeiten gesehen hab (generell das Frauenbild ... ) und ja das Ganze sieht einfach scheiße aus. Ein großer Haufen Scheiße ... schade um Yen und Jaa ...
In a Valley of Violence  (2015)
Kommentar von KeyzerSoze  17.05.2017 13:38 Uhr
Im Grunde die Westernversion von John Wick. Tolle Musik, John Travolta hab ich ewig nicht mehr in so ner guten Rolle gesehen und irgendwie mochte ich die Atmosphäre des Filmes; besonders diese Mischung aus Diskutieren und Schießereien. Hat großen Spaß gemacht und als Bonus gabs noch zwei Doctor Who Veteranen obendrauf.
Bad Neighbors 2  (2016)
Kommentar von KeyzerSoze  17.05.2017 13:36 Uhr
Mehr oder weniger der gleiche Film nochmal (Wer dachte Hangover 2 würde sich wiederholen ... der war gar nix gegen diesen Film), mit dem Unterschied, dass sie dieses Mal ne Mädelsverbindung als Nachbarn haben. Immernoch ganz nett anzugucken, leider nicht so lustig wie der Vorgänger ... vielleicht auch weil es einfach nochmal das Gleiche hinterhergeschoben ist.
Loving  (2016)
Kommentar von Meterfünf  16.05.2017 23:41 Uhr
Sorry, das Thema hat mich interessiert, aber die Umsetzung war eine Herausforderung/ Zumutung. So langatmig, emotionslos, endlos.
Nach ca.1 Std ein kleiner Lichtblick.
Die Handlung verläuft im Sand.
Denk ich an Deutschland in der Nacht  (2017)
Kommentar von Vielseher  16.05.2017 18:12 Uhr
Ich weiß nicht, woran es tatsächlich liegt, so richtig überzeugt hat der Film dann doch nicht. Zum einen 5 DJ's, die interviewt werden, dazwischen sind dann Szenen aus den Clubs (Zelten) reingeschnitten, die das Wirken darstellen sollen. Sollte der Film nun eher eine Bestandsaufnahme zeigen oder den Versuch einer historischen Aufarbeitung, wie alles mit dem Techno(?) in den 90er(?) Jahren begann. Zu Beginn sind einige orientalische Klänge zu vernehmen. Im Abspann werden dann Titel aus dem Iran des Jahres 1983 angeführt. Ist der damalige Iran das Land, in dem der Techno seinen Ursprung hatte oder ist dieses nur eine von vielen(?) Interpretationen? Der Regisseur lässt es offen. Manchmal sind die Fragen aus dem Off zu vernehmen, in anderen Szenen erzählen die DJ's einfach so drauflos, zumindest wird es so gezeigt. Ein roter Faden ist vorhanden, dieser ist jedoch ziemlich locker. Zumindest für Fans dieser Musikgattung wohl eine Empfehlung.

Kinder des Lichts  (2016)
Kommentar von ayla  16.05.2017 17:50 Uhr
Mein kleines Highlight der letzten Tage/Wochen.

Schon leicht berührend, tolle Kinder die hier authentisch agieren.

Der Film wäre aber wohl noch wirkungsvoller ohne Gewalt der Kinder untereinander gewesen.

Gänzlich überzeugt hat mich das Ende.
SPOILER(?)

Wo die 5 Kinder über das mögliche Ende des Films diskutieren.
Das wurde gut gewählt.
War mal was anderes dieses poetische Ende.
Ein Tag wie kein anderer  (2016)
Kommentar von Vielseher  16.05.2017 17:48 Uhr
Der (deutsche) Titel wirkt eher so, dass er nicht auffällt, und ein Drama - wie hier angekündigt - ist der Film eigentlich auch nicht. Hier hätte der Verleih einfach mal bei der deutschen Namensgebung so richtig schön improvisieren können, wie "Was für ein lustiges Katzenleben!" oder "Was soll's?" oder "Kiffen für Anfänger". Ganz nebenbei erschließt sich die Handlung. Es passiert nichts Aufregendes und doch wird man immer wieder überrascht, auf welche Einfälle die Handelnden kommen, ohne dass die Personen unglaubwürdig in ihrer Darstellung werden. Die (für den deutschsprachigen Raum wohl unbekannten) Protagonisten einschließlich der jüngeren erweisen sich als sehr gut und überzeugend. Die Handlung geht flott voran, auch wenn sie im wesentlichen nur einen Tag umfasst. Der Film zeigt nun wiederum eine völlig andere und ungewöhnliche Form des Umgangs mit einer Krankheit und unterscheidet sich damit deutlich von dem fast zeitgleich gestarteten Film "Sieben Minuten nach Mitternacht".
Der Film sollte im Kino gesehen werden, auch wenn ein hiesiges Kino (mit mehreren Sälen) den Film nach lediglich einer Woche wiederum gnadenlos absetzte.
Kleine Ziege, sturer Bock  (2015)
Kommentar von ayla  16.05.2017 17:47 Uhr
Ich mag alle Darsteller ausnahmslos.

Leider bietet die Story nicht wirklich etwas zum nachdenken.
Und ist nicht wirklich neu.
Wenn der Bock nicht wäre...

Es macht allerdings schon Spaß dem charismatischen Cast zuzuschauen.
Netter kleiner Roadmovie mit Möhring.

Achja..und die Rolle von Koschitz war übertrieben daneben
Nervte schon ziemlich.

Insgesamt aber ein ein skurriles, sympathisches Roadmovie mit melancholischen Untertönen.
Gedreht wurde der Film in Hamburg, Dänemark und in Norwegen.
Pünktchen und Anton  (1999)
Kommentar von ayla  16.05.2017 17:45 Uhr
Die beiden Jungdarsteller schließt man gleich ins Herz.
Dazu die Geschichte, ein deutscher Klassiker.
Regisseurin Caroline Link versteht ihr Handwerk, nicht nur Erwachsene.
Dazu wie fast immer eine tolle besetzung, bemerkenswert v.a. Sylvie Testud, die ich sonst nur von "Jenseits der Stille" kenne, Regisseurin damals: Caroline Link.

Als Kind und als Erwachsener geliebt. Auch ein kleiner Kultfilm in meiner Generation (1989). Wunderbarer Soundtrack von Nicki Reiser.
Fifty Shades of Grey  (2015)
Kommentar von ayla  16.05.2017 17:44 Uhr
Trotz aller guten Vorsätze habe ich diesen Schund nun auch gesehen - zu groß war die Neugier.
Und irgendwie war ich ja doch gespannt, wie skandalös das Ganze denn zu geworden ist.

Eigentlich hätte ich es mir denken können. Ein derart kommerzieller Film kann ja keine besonders anrüchigen, tabubrechenden Inhalte zeigen, schließlich soll sich ja auch der zartbesaitetste Zuseher noch einigermaßen wohlfühlen. Aber dass dann so überhaupt nichts geboten wird ...


Eher was für Soziologie-Studentinnen oder gleichgeschlechtlich orientierte - der Rest lässt sich von so einem inhaltslosen Mist nicht beeindrucken.
Story hahnebüchen - Mark Zuckerberg trifft Lisa Plenske, unrealistischer als jeder Star Trek Film.

Naja es soll ja auch Leute geben die Avatar gut fanden ;-)

Handwerklich gut gemacht und inszeniert, das muss man zugeben.
Aber inhaltlich hat mich die Story ziemlich gelangweilt.
Das Ende war außerdem sehr schwach.
Muss ich nicht noch einmal sehen.

Das Gesehene ging mir einfach nur auf den Keks:

Die dämlichen Dialoge, die unglaubwürdige Liebesgeschichte, die "geschmackvollen" Erotikszenen in ihrer ganzen Feigheit (viel Zeitlupe, Musik, Weichzeichner), die über 2 Stunden gestreckte Ödnis - schlicht die Tatsache, dass man hier den Anspruch hat, Edel-Kino mit gesellschaftlicher Relevanz zu schaffen und doch nicht mehr abliefert als eine (unter)durchschnittliche Romanze.
Wobei mir bewusst ist, dass das wesentlich auf die (von mir ungelesene) Buchvorlage zurückgeht. Immerhin sind die Darsteller kein völliger Reinfall.
Dakota Johnson passt in die Rolle des (sexuellen) Naivchens, auch wenn sich mir nicht erschließt, warum der dominante Mr. Grey ausgerechnet für sie zum Stalker wird.
Und Jamie Dornan ist zumindest ein okayes Abziehbild eines Businesskleiderständers (weniger der Abgründe dahinter), auch wenn mich seine Physiognomie irritierend an ein Chinchilla erinnert.
Die Zukleisterung mit schickem Setting und Soundtrack vermag diesen Brunz dann auch nicht mehr zu retten.
Und dann hab ich auch immer noch diesen Loriot-Verschnitt Wolfgang Schmitt Jr. (Ein YouTube-Kritiker mit dem Intellektuellen-Format "Die Filmanalyse") im Ohr, der richtigerweise anmerkt, dass hier Lieschen Müller paradoxerweise einen Lifestyle verehrt, dem sie nie angehören wird, da diese Klasse sie verachtet und sogar ausbeutet (wobei man mit dieser Argumentation auch die sympathischen "Pretty Woman"-Fans in die Pfanne hauen kann. Und eigentlich jedes Märchen mit einem Prinzen-Happy End).

Und dann gibt es noch allerhand fader, unnötiger Nebenhandlung zu ertragen:
- Ana betrinkt sich, Christian lädt Ana zu einem Helikopter-Flug ein, Ana besucht ihre Mutter, Christian fährt ihr nach, lädt Ana erneut zu einem Helikopter-Flug ein, Ana verhandelt mit Christian darüber, was er womit mit ihr anstellen darf;
und so vergehen knappe zwei Stunden mit nichts: - keine Leidenschaft, nicht mal eine erotische Stimmung will aufkommen.
Jamie Dornan besitzt nur einen einzigen Gesichtsausdruck wie es scheint.
Und die naive Ana geht völlig unreflektiert an Christians spezielle Vorlieben heran.

Nein, ich wollte dem Film ja eine Chance geben, aber da passt einfach gar nichts:
- das ist weder großartige Romanze, noch Erotik-Film, noch Thriller, noch Komödie, noch Drama noch sonst irgendwas.
Nur stinklangweilige 120 Minuten

Überbewertete Schmonzette, die ihrem Hype und vor allem der Thematik nicht gerecht wird, sehr wohl aber dem prüden Selbstverständnis unserer Zeit.

9 1/2 Wochen war da in den 80ern schon deutlich mutiger, witziger, erotischer; Secretary - immerhin bereits in diesem Jahrtausend produziert - faszinierender und subtiler.

Und von dem, was man sich in den 60ern und 70ern zu trauen wagte, möchte man in diesem Zusammenhang nicht einmal sprechen - Welten liegen dazwischen.

Das traurigste an dem ganzen ist, dass Teenies eingeredet wird ein kontrollsüchtiger Stalker sei "normal", gar "romantisch" und darf sich alles erlauben, weil er a) reich und b) Kindheitsgeschädigt ist.
Geht gar nicht.
Kick it like Sara  (2008)
Kommentar von ayla  16.05.2017 17:34 Uhr
Nun ja, auch hier wäre wieder mal weniger mehr gewesen.
Hätte man sich auf ein Problem beschränkt - die Wahl zwischen Spitzensport und normalem Leben - hätte das schon genügt.
Aber man hat auch noch einen (über)fordernden Vater, Ehe-Probleme der Eltern, Streit mit der besten Freundin, Liebes-Kummer, ein Nerd sein an der Schule...
Zudem wirkt es nie glaubhaft, dass sie an der Schwelle zur US-Nationalmannschaft sein soll - auch da hätte man es locker bei einer Juniorinnen-Nationalmannschaft belassen können.
Der die Zeichen liest  (2016)
Kommentar von Vielseher  16.05.2017 17:23 Uhr
Zunächst als Hinweis: In dem Kino, in dem der Film nun (Start war im Januar 2017) gezeigt wurde, legte man zunächst die pure russische Fassung ein und zeigte, nachdem einer der beiden Zuschauer nervös wurde, dass die deutschen Untertitel auch gar nicht so einfach zu "beschaffen" waren. Man sollte hier wohl an der Kasse vorher fragen, welche Fassung gezeigt wird, wenn man der russischen Sprache nicht so mächtig ist. Nach einiger Zeit und nachdem der Film zum zweiten Mal begann, rutschten dann die deutschen Untertitel ins Bild, so dass das Textverständnis etwas vereinfacht wurde.

Der Film hat es in sich. Es spielt im wesentlichen in einer Schule und im unmittelbaren sonstigem Umfeld der Schüler im heutigen Russland (gedreht wurde wohl in und um Kaliningrad). Die Schüler dürften so um die 16, 17 Jahre als sein. Der Hauptdarsteller lebt nach einer wörtlichen Auslegung der Bibel und mokiert sich markant gegen alles, was in seinem unmittelbaren Umfeld nach seiner Ansicht dagegen verstößt. Die Bibelzitate werden immer dann, wenn sie zitiert werden, kurz eingeblendet. Beachtenswert sind die Reaktionen anderer darauf (Mitschüler/innen, Lehrer, Religionslehrer(!), Mutter) und die diesbezügliche Entwicklung während der Handlung. Die ziemlich radikale Darstellung eines so auftretenden christlichen Fundamentalismus findet man so wohl eher selten im Kino. Vielleicht eine deutliche Warnung dahingehend, was passiert, wenn ein Glaube zu einem Zwang wird.

I Am Not Your Negro  (2016)
Kommentar von Vielseher  16.05.2017 17:01 Uhr
Gezeigt wird ein Dokumentarfilm anhand eines unvollendeten Textes des Schriftstellers James Baldwin, der im Film auch mehrfach unmittelbar zu sehen ist. Es erfolgt ein gelungener Versuch einer Darstellung der Probleme zwischen den verschiedensten "Gruppen" der Einwohner in den USA vordergründig in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts mit vielen Ausschnitten aus anderen Dokumenten, aus Talkshows und sonstigem Bildmaterial. Der ursprüngliche Text Baldwins wird eingesprochen, und dieses gelingt meiner Meinung nach hervorragend. Zu sehen sind auch einige wenige Bezüge zur Gegenwart an den Stellen, an denen sie einfach passten.
Null Motivation - Willkommen in der Armee  (2014)
Kommentar von Vielseher  16.05.2017 16:51 Uhr
Für den deutschsprachigen Raum eher unbekannte Schauspieler und vordergründig Schauspielerinnen zeigen auf sehr trockene ironische und teilweise schon makabre Art und Weise ihr (bei den Frauen: zweijähriges) Verbringen der Armeezeit in Israel. Der Film zeigt völlig abseits der "großen" politischen Lage anhand vieler manchmal schon sehr absurder Szenen, wie die jungen Frauen die Zeit verbringen und womit sie anstelle der Armee eigentlich liebäugeln. Selbst wenn man die dortige Mentalität etwas oder etwas besser kennt, wird man meines Erachtens mit der Handlung immer wieder überrascht; irgendwie bleibt aber auch inhaltlich alles eng beisammen. Die Handlung ist weder vorhersehbar noch langweilig. Leider hatte der Film wohl keinen so richtigen Start in Deutschland, sondern wird im Rahmen einer Reihe gezeigt, zumal er auch erst jetzt hier eingepflegt wurde. Eigentlich gehört dieser Film im Sommer auf die ganz große Leinwand draußen an der frischen Luft.
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Kommentar von pufmps  16.05.2017 12:46 Uhr
Goster
http://www.imdb.com/title/tt5072128/
Danke
Miss Sloane - Die Erfindung der Wahrheit  (2016)
Kommentar von Gynther  16.05.2017 12:36 Uhr
Unverblümt, direkt und wortgewandt präsentiert sich sowohl die Hauptrolle als auch der Film. Gute Darsteller und spannende Inszenierung machen das zu einem sehenswerten Drama.
Auch wenn es nicht wünschenswert ist spiegelt der Film durchaus reale Ereignisse wieder.
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