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Gran Torino (US 2008)


Genre      Crime / Drama / Thriller
Regie    Clint Eastwood ... 
Buch    Dave Johannson ... Story
Nick Schenk ... Drehbuch
Produktion    Bill Gerber ... 
Clint Eastwood ... 
Robert Lorenz ... 
Darsteller    Clint Eastwood ... Walt Kowalski
[noch 17 weitere Einträge]
 
Agent Mr.Blond
 
Wertungen1747
Durchschnitt
8.45 
     Meine Wertung
[Prognose] [Werten]


DVD-Erscheinungstermin:
10.07.2009

Start in den deutschen Kinos:
05.03.2009



52 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

indy3
31.12.2013 00:21 Uhr / Wertung: 10
der absolute hammer. wenn nicht der beste film den ich je gesehen habe, dann wenigstens der beste den ich in den letzten 10 jahren sehen konnte. meine erwartungen wurden auch so dermaßen übertroffen.
Ulysses
05.06.2012 23:34 Uhr / Wertung: 9
Ein genialer Film, ohne Frage... Aber bin ich der einzige, der Clint gerne nochmal als Westernheld seinen Poncho überstreifen sehen würde? :)
F3rr3t
12.09.2010 00:00 Uhr / Wertung: 10 - Letzte Änderung: 12.09.2010 um 00:01
bester film von clint, ein mann, der halb tot ist und fertig mit welt, dann kommt eine aus der nachbarschaft und bietet ihm paroli, die gespräche zwischen den beiden, der wahnsinn, ich hab mich teilweise weggelegt vor lachen, das ende nun ja, ist leider vorhersehbar, deswegen 10 punkte, weiter so clint
Nexos
10.09.2010 12:18 Uhr
@jack_sparrow: Naja, seit sarrazin wissen wir doch das 15% migrationsunwillig sind ;)
Wir brauchen einfach ein Migrationsprogramm auf Score11 um Pauschal-0-Punkte-Werter in die Gemeinschaft besser zu integrieren um ihnen zu zeigen welchen Vorteil reele Bewertungen haben.
jack_sparrow
10.09.2010 00:33 Uhr / Wertung: 9
Ich glaube, ich werde es nie verstehen, warum einige Leute anscheinend Spaß daran haben ein Meisterwerk (wie beispielsweise dieses) mit keinesfalls gerechtfertigten 0 Punkten zu bewerten. Es scheint ja mittlerweile für einige Mode zu sein gegen den Strom zu schwimmen - enttäuschend.
7even
26.04.2010 22:41 Uhr
Absolut einer der besten Filme den ich jemals gesehen habe. Die Story ist einfach genial. Das Ende hätte ich mir irgendwie schon denken können, passt aber perfekt zum Filmverlauf.

Ich bereue es den Film erst jetzt angeschaut zu haben. Ganz klar 10 Punkte!
Knille
21.04.2010 16:23 Uhr / Wertung: 7 - Letzte Änderung: 21.04.2010 um 16:25
Wow, was ein Abräumer. Ein Wertungsschnitt von beinahe 9 Punkten, fast nur Wertungen zwischen 9 und 11, 12x die Wertung als Lieblingsfilm und dann auch noch Anführer der derzeitigen Bestenliste (und das schon seit geraumer Zeit). Da kann man ja mit Fug und Recht einen absoluten Überfilm erwarten. Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch, aber den besten Film aller Zeiten habe ich hier nicht gesehen (noch nicht einmal den besten Film der letzten fünf Jahre). Natürlich ist Gran Torino ein guter, vielleicht sogar sehr guter Film geworden. Gar keine Frage. Doch von einem absoluten Meisterwerk oder von einem perfekten Film ist er dann doch noch etwas entfernt. Die wenigen Makel leistet sich Gran Torino dabei fast ausschließlich auf Ebene des Drehbuchs. Natürlich ist auch das weit vom üblichen Hollywood-Einheits-Mist entfernt, weist aber auch ein paar dramaturgische Holprigkeiten auf, die den durchweg guten Gesamteindruck leider deutlich schmälern.

Ab hier Spoiler:

Die unausgewogene, reißbrettartige Darstellung von Walts Familie wurde ja bereits angesprochen; der in meinen Augen größte Makel des Drehbuchs wurde dagegen aber bisher noch nicht erwähnt: ich halte Walts Bluthusten für einen ziemlich billigen dramaturgischen Kniff, der als moralische Rechtfertigung für sein Handeln herhalten und diesem seinen Schrecken nehmen soll. Indem man Walt Blut husten und damit eine schwere (potentiell tödliche) Krankheit andeutet, verharmlost man seinen finalen Akt der Selbstaufgabe. Denn was hat er schon zu verlieren? Nicht mehr viel, denn er ist ja schwer krank und mit seiner Familie versteht er sich auch nicht. Damit wird Walts Märtyrertod nicht nur (wie bereits beschrieben) vorhersehbar, sondern eben auch zur logischen Konsequenz aus seiner schwierigen Situation. Der Selbstmord als einziger Ausweg, aber eben auch als einfacher Ausweg. Auf die selbe Art und Weise hat auch J.K. Rowling die Tötung Dumbledores relativiert. Das mag sensibleren Zuschauern (bzw. Lesern) helfen, mit der Situation klarzukommen. Aber es relativiert eben auch den Akt der Selbstaufgabe und nimmt ihm damit einen Großteil seiner Wirkung. Letztlich opfert Walt sich nicht für seine neuen Freunde; er wirft lediglich ein paar von Krankheit geprägt Monate weg und nutzt die Situation im Gegenzug für einen großen Abgang. Damit erspart er sich langsames Siechtum und einen Tod, der einem Kriegsveteranen unrühmlich erscheint. Wie viel wirkungsvoller wäre Walts Tod gewesen, wenn man ihn nicht zum kranken alten Mann gemacht hätte, sondern ihn dank der neu gewonnenen Freundschaften hoffnungsvoll in die Zukunft hätte blicken lassen? Dann hätte er nämlich wirklich etwas zu verlieren gehabt. So aber lässt mich das Ende seltsam ungerührt; kein Vergleich zu dem emotionalen und ach so bitteren Ende von Million Dollar Baby. Im Vergleich der beiden Filme steht Million Dollar Baby damit ganz deutlich vor Gran Torino. Der ist gut gemacht und gut gespielt, kann aber eben auf der emotionalen Ebene nicht so sehr überzeugen.

Aquarii
09.04.2010 18:05 Uhr / Wertung: 9
Vielen Dank, damit ist diese Frage für mich wunderbar beantwortet =)
wonderwalt
09.04.2010 16:19 Uhr / Wertung: 9
Natürlich gebe ich Euch recht.
Das liegt aber mehr an meiner Wertschätzung für Clint Eastwood als an politischen Realitäten. Fakt ist, daß wir Clint lieben, er ist die Inkarnation eines Filmstars, dem man im Herzen zugetan ist, was sich letztlich auch auf die Einschätzung einer von ihm dargestellten Figur auswirkt. Und damit kokettiert bzw. kalkuliert der Filmemacher Eastwood auch.
Clint kann nicht wirklich böse sein und wenn er`s doch mal ist, dann eben nicht durch und durch, sondern im Sinne eines verzeihlichen Makels einer im Kern doch 'guten' Figur.
Dann ist er eben kein Rassist, sondern 'nur' ein angry old Man, einer, der die Läuterung seines Charakters schon von Beginn an heimlich andeutet.
Das ist eine menschenfreundliche Auslegung, die sicher auch häufig zutrifft, da gebe ich AlexKidd völlig recht.
Dennoch hat diese Darstellung auch etwas glättendes. Denn die Nazis von nebenan gibt es halt auch. Unterm Strich zählt halt das, was einer sagt und macht und dann ist es wurscht, warum er zu dieser Haltung kommt.
AlexKidd
09.04.2010 16:02 Uhr / Wertung: 10
Kann ich so vollkommen Unterschreiben.
Leute wie Walt einer ist kennt glaube ich jeder.
Das ist kein tief greifender Hass gegenüber Menschen anderer Herkunft, sondern schlichtweg das verarbeiten eines vorurteilsgeprägten Bildes.
Die Furcht vor unbekannten Sitten und das stete Minderwertigkeitsgefühl, das die eigenen Werte vielleicht nicht ganz mit denen anderer mithalten können (immerhin funktioniert die Familie nebenan besser als die eigene etc).
Das Einstufen als Rassist, ist nur ein beliebter Reflex der Schubladen-Gesellschaft.
Aquarii
09.04.2010 15:08 Uhr / Wertung: 9
Dieser Film hat bei mir seine vollen 10 Punkte verdient. Ich finde auch das "leicht" vorhersehbare Ende nicht schlecht. Immerhin gibt es keine unendliche Anzahl an guten Enden, die man so noch nicht kannte. Da ist mir Vorhersehbarkeit bedeutend lieber als zu weit hergeholte, unlogische oder unpassende Enden.

Und noch eine Frage an die filmkennende Runde hier.
Irgendwie kam mir beim Gucken der Gedanke das Walt Kowalski kein Rassist ist. Immerhin hat er jeden nach seiner herkunft beleidigt. Ob es nun die asiatischen Nachbarn, die Schwarzen von der Straße oder ein Weißer (die irische Schwuchtel) ist. Selbst einen guten Freund von ihm, den Friseur "beleidigt" er. Weiterhin sagt er selbst am Ende zu seinen Nachbarn Schlitzauge, obwohl er schon längst diese Ausländer respektiert, die eine ähnliche stark ausgeprägte Haltung zu traditionellen alten Werten hat.
Er wird zwar überall als Rassist dargestellt, aber irgendwie ist er doch nur ein Mensch der Angst vor Veränderungen hat.
Was sagt ihr dazu?
lokovski
07.03.2010 16:51 Uhr / Wertung: 9
@Lotterblast :
Der Alte ist ja nicht richtig Rassist, nur insgesamt unzufrieden mit seiner Situation und mit dem Moralverfall der Gesellschaft eben auch durch den Einfluss anderer Kulturen. Das heisst aber nicht zwangsläufig dass er Ausländer aus vollem Herzen hasst.
Lotterbast
17.02.2010 00:59 Uhr - Letzte Änderung: 17.02.2010 um 01:00
@namecaps1

Gut gelacht habe ich z. B. über die Barbershop Szene in dem Clint Eastwood dem Jungen die "richtige" Ansprache beibringen will. Die natürlich vollkommen in die Hose geht. Fand ich super.

Die Wandlung vom Rassisten zum verständnisvollem Nachbarn war gelungen gespielt. Und das war auch gleich das größte Manko an dem Film. Da ich nicht glaube, das ein jahrzehntelanger Rassist sich in kürzester Zeit so ändert. Das Ende ging mir einfach zu schnell. Deswegen das "nur".

Gruß
Lotter
frumpel
06.01.2010 07:03 Uhr
Ich muss mich hier @Nocturnus anschliessen: Dieser Film handelt von Vorurteilen, vom Einfluss der Vorurteile auf den Umgang mit den Nachbarn und der eigenen Familie, und vom Abbau von Vorurteilen und der notwendingen persoenlichen Entwicklung.

Ich habe den Film natuerlich im O-Ton gesehen und kann mir ueberhaut nicht vorstellen wie der in der Uebersetzung gut rueberkommen wuerde. Hut ab fuer gute Wertungen!

Und fuer diejenigen hier die den Film in Europa gesehen haben und dementsprechend wahrscheinlich mit dem typischen "Amerikaner = fette Autos + Waffenfetischist" Vorurteil behaftet sind ist es auch klar, dass der Film nicht gut rueberkommt. Man muss diesen Film im Kontext der Zielgruppe sehen: Amerikaner. Dementsprechend stellt man eben den inneren Konflikt des Haupcharakters mit "typischen" Werten dar, eben dem *amerikanischen* Auto, der "Freiheit" amerikanische Werte zu *verteidigen*, und der Grundidee, dass nur weisse Menschen gute Menschen sind.

Ich finde diesen Film grossartig weil er eben mit diesen Vorurteilen aufraeumt: die gelben Nachbarn sind bessere Amerikaner als die eigene weisse Familie, und viele Freiheiten kann man eben nicht mit Waffengewalt verteidigen.

Was mich an diesem Film auch fasziniert hat ist wie gut er zwischenmenschliche Beziehungen darstellt. Besonders die Sequenz wo dem Jungen beigebracht wird wie man richtig Angibt ohne dabei beleidigend zu wirken. Habe selbst kurz nachdem ich diesen Film gesehen habe einen Abend mit Koreanern verbracht. Habe kein *Wort* verstanden, aber das Verhalten war exakt dasselbe: Angeben, Status erlangen, aber nicht Beleidigen!

Grossartiger Film, der die 10 Punkte total verdient.
cybershock17
23.12.2009 22:22 Uhr
Man nehme tolles Drehbuch, glaubhafte Charaktere, einen sensationellen Eastwood und eine Prise Humor und schon schafft man einen Klassiker! Ich habe vorher nichts von dem Film gewusst und war danach einfach geplättet. Es gibt soviel Interpretationsspielraum...einfach nur Hammer! Sucht man ein klassisches perfektes Drama, kommt man nicht an Gran Torino herum! 10/10
Philippinho
05.12.2009 21:59 Uhr
Ich hatte von dem Film richtig viel erwartet. Nach dem Trailer und dem was ich vom Plot kannte.
Bin aber total enttäuscht worden. Die Charaktere kommen mir überhaupt nicht glaubwürdig rüber. Mag an den deutschen Stimmen liegen... ich weiß es nicht... Muss ihn mir mal auf Englisch angucken. Hoffe da wird das besser
namecaps1
13.11.2009 18:50 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 13.11.2009 um 18:51
@Lotterbast: "gut" + "gelungen"? "gelacht"? Daher "nur"? Bitte um Details, wennst magst. ;-) Thx, n1.
Lotterbast
09.11.2009 01:41 Uhr
Also der Film war nicht schlecht. Allerdings hatte ich doch etwas mehr erwartet. Das ging mir alles doch zu glatt und zu schnell.

Einige Szenen waren allerdings gut gelungen. Da habe ich herzhaft gelacht. Aber dennoch "nur" 7 Punkte.
Fox
09.11.2009 00:52 Uhr
@thomasf80: das geht so: Du musst auf "Werten", dann auf "abgrundtief schlecht" und dann auf "Wertung speichern" klicken. :)
thomasf80
09.11.2009 00:19 Uhr / Wertung: 10
Wie kann man diesem Film bloss 0 Punkte geben? :(
simmi
27.09.2009 15:58 Uhr / Wertung: 8
10 Punkte für einen großartigen, bewegenden und zu Tränen rührenden Film mit genialen Dialogen, einer schönen Story, einer guten Menge Witz und Charme, aber auch mit zutiefst erschütternden Szenen und überraschenden Wendungen.
Eastwood selbst spielt den einsamen, alten Walt Kowalski gut, bringt er doch auch eine Menge seines eigenen Charakters mit ein.

Ein wirklich schöner und unbedingt zu empfehlender Film!
namecaps1
26.09.2009 07:56 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 26.09.2009 um 08:02
Kleine Spoiler enthalten

Eastwood ist ein herausragend guter Film gelungen - wobei das "Herausragen" weniger sein Verdienst ist als dem Gesamteindruck des Kinos in 2009 geschuldet.

Mich freut besonders, dass er sich diesmal wieder als Schauspieler in der Rolle seines Lebens zeigt. Seine Interpretation des aufrechten, republikanischen Amerikaners, findet mit dem Tod von Walt einen vorläufigen Abschluss.

Man muss an Eastwood schon auch mal begreifen, dass er den Text, den seine Figuren so von sich geben durchaus ernst meint. Zumindest geht dies aus vielen Interwievs mit ihm seit Jahrzehnten deutlich hervor. Mr. Eastwood war und ist überzeugter Amerikaner, Republikaner und in diesem Sinne Selbstjustizler. Viele seiner Filme - speziell die in den Siebzigern und Achtzigern, kritisieren die amerikanische Gesellschaft - von rechts. Leider.

Das eigentlich Spannende in Gran Torino ist das Schlaglicht auf die Gesellschaft, das er wirft und die in ihrer Konsequenz einmalige Auflösung der Situation zum Schluss. Und gemessen an Eastwood selbst war dieser absolut nicht so vorhersehbar.

Dr. Zoidberg
08.09.2009 11:16 Uhr / Wertung: 9
Da steht "es gab einige Szenen in denen ich wirklich gut lachen musste, mehr als in so Schrott Filme à la American Pie."

Also für mich ist die Aussage eindeutig und bezieht sich nicht auf American Beauty.
Nocturnus
08.09.2009 10:26 Uhr - Letzte Änderung: 08.09.2009 um 10:26
@Dono
Ich vermute du meinst "American Beauty", wenn du von Drama sprichst. Mit "American Pie" kann ich irgendwie keinen gemeinsamen Nenner finden. *grins*
Dono
07.09.2009 23:31 Uhr
Der absolute Hammer muss ich sagen! Ich bin ja eigentlich kein Film von Dramen, aber der war ja echt spitze, zumal er so mitten drinne gar nicht mal so dramahaft rüberkommt, im Gegenteil, es gab einige Szenen in denen ich wirklich gut lachen musste, mehr als in so Schrott Filme à la American Pie. Das Ende ist finde ich auch spitze, kommt es doch anders als ich es erwartet hätte. Und beim besten Willen, ich bin auch absolut gegen die ganzen scheiss Waffen, aber wer den Film auf so was runterreduziert, der sollte wohl insgesamt keine amerikanischen Filme schauen. Zumal man durch die Fixierung, in welche Szene eine Waffe wie eingabut ist gar nicht diesen grandiosen Film genießen kann. Was mir da nur zu sagen bleibt: Selber Schuld!
Nocturnus
07.09.2009 10:14 Uhr - Letzte Änderung: 07.09.2009 um 10:21
Der Film war gut, keine Frage. Nur hält der Film nicht so ganz, was der Trailer einen vorab hat erwarten lassen. Sämtliche (!) "Fast"-Auseinandersetzungen zwischen Eastwood und irgendwelchen Gangern werden im Trailer verbraten, so daß einem dort der Eindruck vermittelt wurde, es geht in dem Film hauptsächlich um einen alten Kauz, der das Recht in eigene Hände nimmt.
Allen mit dieser Erwartung: Dem ist nicht so!!
Der Schwerpunkt liegt in Vorurteilen und deren Abbau, Werteverständnissen und deren Wandel...aber nicht in Kanonen und Dirty Harry im Arthrosealter. All das ist auch nett und gut gemacht, aber eben...nicht das was ich erwartet hatte für meinen DVD-abend. 7 P. (derzeit 1 P. Abzug für den frechen Trailer)
AlexKidd
06.09.2009 20:07 Uhr / Wertung: 10
Ich frage mich ob ihr den Film verfolgt oder nur durch gezappt habt.
Ab hier Spoiler:
Walt Kowalski ist im Film ein Korea-Kriegsveteran und kämpft spürbar damit das er die Asiatischen Nachbarn kennenlernt und merkt das sie ganz normale nette Leute sind und seine Schuld im Krieg viele Asiaten getötet zu haben holt ihn ein.
Das er eine Waffe, die aus dem Krieg, noch hat und sie im Notfall benutzt hat doch nichts damit zu tun das er so unglaublich darauf steht eine Wumme in der Hand zu halten.
Der Typ kam aus dem Krieg zurück und da er sein Leben von dort an fast gänzlich allein zugebracht hat, hatte er die Bürde seine Taten noch nicht hinter sich gelassen, die Waffe ist nur ein Symbol oder ein Artefakt seiner Vergangenheit.

Das man Sympathien für die Figur von Eastwood entwickelt hat doch nichts damit zu tun das er auch ein Gewehr hat.
Wenn ich behaupten würde das man Batman auch nur mag weil er ein Fledermauskostüm anhat, dann wüsste jeder das dass auch totaler unsinn ist, denn auch dort ist das Kostum nicht der Ursprung des Charakters, sondern nur ein Teil oder teilweise ein Ventil.
HarryBelafonte
06.09.2009 18:40 Uhr / Wertung: 7
Nein ihr versteht mich falsch..
Der Film ist nicht schlecht aber trotzdem von der NRA finanziert.

Ich meine nur eine Sache..
Wie kam Eastwood in dem Film rüber?
Sympatisch Ja oder nein?
Wenn ja.. Dann normalisiert es in unserem Bewusstsein das ein alter Mann mit ner Dicken Wumme ruhig auf seiner Veranda sitzen darf..
Ein stolzer und ehrlicher Amerikaner..

Kitik gegen das Waffengesetz kann man hier nicht ansetzen.. Man würde ja den guten Ami angreifen.

Die Vietnamesen bekommen doch beide seiten ab.. Auf der einen Seite werden Sie als liebe Familientreue Leute dargestellt.. und als Aggro Prolls auf der anderen Seite..
blingblaow
28.08.2009 23:35 Uhr / Wertung: 9
Clint Eastwood did it again. Der Mann weiß definitiv was er macht. Für mich einer der wenigen Garanten für gutes Kino, sowohl durch seine unangefochtene Begabung als Regieseur, als auch durch sein hervorragendes Schauspieltalent. Gran Torino ist eigentlich recht einfach gestrickt und storymäßig nicht umfangreich. Dennoch kommt zu keiner Zeit Langeweile auf. Kenner der Dirty Harry Filme werden des öfteren ein Grinsen im Gesicht vorfinden, dieser leichte Touch eines Alt-Callahans macht nämlich Laune. Ab einem gewissen Zeitpunkt wird einem klar, wie die Geschichte nun im Detail ausgehen wird. Das ist aber auch der einzige Grund, weshalb ich "nur" 9 Punkte zücke. Eastwood mag zwar ein alter Hase sein, doch die meisten steckt er immer noch locker in die Tasche.
wonderwalt
24.08.2009 22:14 Uhr / Wertung: 9
@Ringlord: Ähemm, hüstel, DICKER SPOILER in meinem Kommentar unten...
TheRinglord1892
24.08.2009 21:53 Uhr / Wertung: 9
Meinst du nicht, dass dein Kommentar, so wundervoll er auch ist, ein bisschen spoilerhaft daherkommt? ;-)
wonderwalt
24.08.2009 21:13 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 24.08.2009 um 21:15
Wir könnten HarryBelafonte natürlich auch mal argumentieren lassen.
Vielleicht meint er ja, daß Walts vermeintliche Läuertung am Ende nur vordergründiger Natur ist. Daß mit den Gangster-Asiaten die Feindbildrolle nur eine Position weitergeschoben wird, weil die "guten" Chinesen mittlerweile als assimiliert betrachtet werden. HarryBelafonte könnte also meinen, daß sich Walts konservatives Weltbild nie wirklich ändert, sondern nur seine Methode der gewaltsamen Auseinandersetzung. Daß er quasi zum Märtyrer eines weiterhin berechtigten Kampfes wird. Und daß Thao mit dem Gran Torino auch die alten Werte der Frontier übernimmt.
Harry, sei ehrlich, das meinst Du, oder??
Und wenn man Eastwood nicht mag und ein Freund streng dialektischer Kulturkritik ist, dann könnte man sich sogar mit Harry anfreunden.
Aber da Harry dem Film dann doch 7 Punkte gegeben hat, ist tief in mir drin die seltsame Ahnung, daß er es doch anders meint. ;-)
HarryBelafonte, gib Dir einen Ruck, lass es raus, wie siehst Du das Problem??
Dr. Zoidberg
24.08.2009 11:05 Uhr / Wertung: 9
"Ami braucht ami Auto und dicke Wumme :P"

So ein Käse. Ich glaub da hat jemand den Film echt nicht verstand und/oder nicht zu Ende geschaut.
TheRinglord1892
23.08.2009 20:33 Uhr / Wertung: 9
@harrybelafonte. Ich kann die frage von wonderwalt absolut nachvollziehen. Denn wenn du den film wirklich komplett gesehen hast und außer "dickes auto dicke wumme" nichts mitgenommen hast dann ist das schon verdammt traurig.
HarryBelafonte
23.08.2009 20:13 Uhr / Wertung: 7
Man die Rangliste ist mir sowas von Egal..

Sorry das du die unterbewusste Message nicht verstanden hast..

Ami braucht ami Auto und dicke Wumme :P
wonderwalt
21.08.2009 16:06 Uhr / Wertung: 9
@HarryBelafonte: Was hattest Du denn geraucht, als Du diesen Kommentar verbrochen hast? Hallo? Der geht ja gar nicht! Hast Du Deinen Player nach einer halben Stunde ausgeschaltet, oder was? Oder bist als "Dark Knight"-Fan so in Deinem Stolz gekränkt, weil "G.T." an ihm vorbeigezogen ist?
HarryBelafonte
01.08.2009 12:36 Uhr / Wertung: 7
Sponsoring by Waffen Lobby :) NRA überall

Es ist so cool ein alter sack zu sein WENN man ne fette Wumme unterm Bett hat.
Völlig normal mit nem Kriegsgewehr seinen Rasen zu verteidigen..


Als besten Film würde ich diesen nicht bezeichnen.
Nexos
15.07.2009 21:54 Uhr
liegt vll daran, dass leute die den film ins obere mittelmaß senken würden, den film gar nicht erst anschauen. bei clint eastwood als darsteller und regisseur fällt der film schon vorher durch.... ich fand ich aber brilliant ;)
j1mbojones
15.07.2009 14:30 Uhr / Wertung: 8
Ich finde den Film ehrlich gesagt überbewertet...er ist gut, aber soo gut auch wieder nicht.
RimShot
12.07.2009 15:02 Uhr
Wirklich ein super Film der es auf jeden Fall verdient vor The Dark Knight zu stehen.
Aber das ist ja Nebensache.

Auf jeden Fall hat Eastwood noch einmal eine glaubhafte und überzeugende Rolle gespielt und einwandfrei Regie geführt. Hin und wieder musste auch ich lachen, was einfach an der Ausdrucksweise lag, welche schon sehr amüsant ist.
Einfühlsam und nachvollziehbar wird einem hier also eine spannende und realistische Geschichte präsentiert die mal nicht durch überzogene Gewaltdarstellung sondern durch die Darsteller selbst überzeugen kann.

Ein rundum gelungener Film!
Dr. Zoidberg
17.03.2009 23:57 Uhr / Wertung: 9
Also er verdient es definitiv vor Dark Knight zu stehen (ob er der allerbeste ist, darüber lässt sich streiten ;)

Enthält Spoiler:
Mir hat der Film wirklich unglaublich gut gefallen, uns gings auch genauso wie Thufir (der ganze Kinosaal ist abgebrochen, ein paar wirkten irgendwann teilweise schon so, als wollte sie das jubeln anfangen, an einer Stelle war sogar mal ein kurzes Klatschen zu vernehmen :D). Die Story war zwar nicht sonderlich komplex, dafür waren die Charaktere und die Entwicklung dieser umso besser. Offensichtlich bin ich noch nicht so abgebrüht wie mancher hier, ich fand das Finale nicht wirklich so vorhersehbar, ich hab auch tatsächlich bis zum Schluß gedacht, er macht jetzt reinen Tisch. Was stattdessen kam, war aber einfach nur grandios.
Ansonsten möchte ich noch erwähnen, dass der Film den wirklich besten mir bekannten Abspann hat (schade nur, dass das Kino trotzdem währenddessen bereits das Licht angemacht hat, dennoch hab ich schon lang nicht mehr so viele Leute bis zum bitteren Ende sitzen gesehen!), der passt einfach so unglaublich gut.

Gran Torino ist einer dieser Filme, bei denen man weiß, warum man sie im Kino und nicht auf DVD daheim schaut... Ein Meisterwerk
Caenalor
17.03.2009 08:47 Uhr / Wertung: 10
Inzwischen auf Platz 1 unserer Besten Filme. Wird da sicher nicht ewig bleiben, aber als Momentaufnahme ist es äußerst gerechtfertigt - Gran Torino ist für mich der bisher beste Film des Jahres und einfach nahezu perfekt, Eastwood liefert den erinnerungswürdigsten Charakter der letzten Jahre ab. Auch von mir volle 10 Punkte.
mountie
17.03.2009 01:01 Uhr
Eastwood did it again....!!!!
Mein Gott, was für ein Fest von einem Film. Eastwood scheint zwar anfangs wirklich etwas zu alt für diesen Scheiß, aber was er hier für Sprüche und Zoten raushaut ist ja mal allererste Sahne. Damit will ich nicht rassistisches Gebrabbel gutheißen, sondern unterstelle Eastwood eine perfekte Darstellung des "Harte Schale, weicher Kern"-Stereotyps. Eingebettet in eine melancholische Geschichte bietet der Film einfach verdammt gute Unterhaltung über seine gesamte Länge. Einziges winzig-kleines Manko waren die arg schwarzgemalten Figuren der Verwandtschaft von Wallie Kowalski. Aber von der glatten 10 bringt das den Film eh nicht mehr runter....
Colonel
09.03.2009 20:53 Uhr / Wertung: 7
Dann muss ich wohl wieder den Spielverderber hier spielen, denn den erwarteten 8 bis 9 Punkte Film habe ich nicht gesehen. Eastwood spielt auf jeden Fall klasse und sehr überzeugend den grisgrämigen Opa von Nebenan, doch der Schwachpunkt ist für mich die Story, die im Vergleich zu früheren Eastwood Filmen doch überraschend schwach und dünn ausfällt. Bisher hat es Eastwood geschafft, durch die Darstellung menschlicher Abgründe, menschliche Beziehungen und spannenden Thrill den Zuschauer zu begeistern. Die Geschichte von einer vietnamesischen Familie, die von einer Strassengang tyranisiert wird und durch den netten Nachbar gerettet wird, erscheint mir dagegen irgendwie ausgelutscht und wenig spannend. Zwar stellt das Ende den gewohnten Eastwood Höhepunkt dar, ist jedoch wieder schwächer im Vergleich zu seinen anderen Filmen und sogar etwas vorhersehbar, woran man die Schwäche wohl ausmachen kann. Trotzdem ist "Gran Torino" ein sehenswertes Drama geworden.
AlexKidd
08.03.2009 13:25 Uhr / Wertung: 10
Als ich vor einer Weile den Kommentar von Thufir gesehen habe, dachte ich erst:" ach er weiss doch gar nicht was er da Erzählt".
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich den Film allerdings noch nicht gesehen.
Dies habe ich nachgeholt und was soll ich sagen, ich hab mich teilweise auch weggeschmissen.
Allerdings nicht, weil Eastwood seinen typischen Look drauf hatte, sondern wegen dem was er Verbal vom Stapel lässt.
Bei dem was er an Rassistischen, Vorurteils belasteten, unter die Gürtellinie gezielten Sprüchen zum besten gibt, sollte man eigentlich mit dem Kopf schütteln.
Aber wenn man sich dazu noch ansieht wie er es tut, dann gibt es an einigen stellen kein halten mehr.
Vielleicht muss man um über eben solche Lachen zu können, selber Spass daran haben ein Arsch zu sein.
Ich für meinen Teil war beim Sehen sehr Vergnügt.^^

Alles wichtige hat KeyzerSoze ja sonst schon zum besten gegeben. Dem ist nichts mehr hinzu zufügen.
Clint Top, Charaktere Top, Geschichte Top, Sprüche Top.

Ach wie lange musste ich warten um Clint wieder so zu Erleben, köstlich.
In meiner Wertung fährt Herr Eastwood mit einer 10 im Handgepäck seines Gran Torino's Heim.
KeyzerSoze
05.03.2009 15:35 Uhr / Wertung: 9
Grumpy Old Man ... damit wäre der wohl letzte Film von Clint Eastwood als Schauspieler am ehesten zusammen gefasst, denn die ersten zwei Drittel liefert Eastwood hier eine aberwitzige Homage an seine früheren Rollen ab. Mit gestellt fiesem, aber megacoolem Ich hau dir gleich eins in die Fresse-Look darf Eastwood hier Oneliner raushauen, wie man es in den letzten Jahren höchstens noch bei Kiss Kiss Bang Bang sehen konnte. Was er dabei noch an rassistischen Phrasen zum Besten gibt hab ich in meinem gesamten Leben zusammengenommen noch nicht gehört ... aber das verkommt zum Glück nie zum Selbstzweck, sondern charakterisiert die gut geschriebenen Rollen auf hervorragende Art und Weise. Dies auch dank Eastwood selbst, der mit seiner herrlichen Selbstparodie zum Abschluss nochmals eine der stärksten Leistungen seiner Karriere zum Besten geben darf. Einzig das etwas arg vorhersehbare Finale könnte man als kleinen Kritikpunkt ansehen, aber dass der Film im Grunde die vielen Nebenhandlungsstränge alle zu einem tollen Finale zu Ende führt (und nicht eine Szene zum Selbstzweck verkommt) muss man auch anerkennen. Mit Gran Torino ist Eastwood wirklich nochmal ein großartiger Abschluss als Darsteller gelungen (den ich zumindest gerne mit einer Oscarnominierung gesehen hätte, aber dafür war die Rolle des Wallie Kowalski wohl zu rassistisch für die Academy angelegt) ... und es ist zudem weiterhin beeindruckend wie es dem Mann in seinem hohen Alter gelingt Jahr für Jahr ein Brett von Film in Szene zu setzen. Auf dass er als Regisseur nie genugt vom Filme machen haben wird.
Thufir
20.02.2009 01:57 Uhr
also wir haben uns in der sneak nur weggehauen vor lachen.
(das is jetzt nich so negativ gemeint wie es klingt, der film an sich ist gut, keine frage, aber fast jedesmal wenn eastwood im film auftauchte hatte er sein "ich bin böse" gesichtsausdruck drauf und wir lagen vor lachen)

an sich ist der film wirklich gut, meine sitznachbarin hat ihm sogar 2 tränen gegeben.
aber mit meine humor kann man den film nich wirklich genießen wenn ich neben einem sitze ^^
limdaepl
17.02.2009 09:46 Uhr
Genuschel und besch... Aussprache wäre mir nicht aufgefallen. Klar, Oxford English war das nicht aber das spricht ja auch keiner.

Mit 93% "Gut" (5% "Mittel", 2% "Schlecht") bei uns in der Sneakauswertung der beste Film seit deren Einführung 2006!

Ich habe den Trailer erst nach dem Film gesehen und kann die Bedenken meiner Vorredner nachvollziehen. Der Trailer verkauft den Film leider sehr unter Wert. Ich kann euch also versichern, dass der Film deutlich mehr hält, als der Trailer verspricht!
beacher409
09.02.2009 23:18 Uhr - Letzte Änderung: 09.02.2009 um 23:19
Heute lief der Film als OV in der Sneak und wenn man von diesem unsäglichen "Genuschel" absieht und auf die kleinen Gimmiks achtet - großes Kino. Ich bin sonst nicht so lieb mit Filmen und gerade wenn sie aus Amerika, von "richtigen" Amerikanern gedreht und gespielt werden ... aber ich muß sagen: Clint, hast Du beides gut gemacht!
Achtung "Spoiler": ...na ja, nicht richtig eigentlich, aber ... Hut ab, Clint, Du kannst nicht reden und hast eine besch... Aussprache, aber dann auch nicht singen zu können und es doch machen - Hut ab und 1 Extrapunkt!
@ KeyzerSoze: schau Dir den Film an! Lohnt sich!
Marjan
30.10.2008 23:10 Uhr / Wertung: 9
ach Keyzer, Eastwood ist nicht zu alt für den scheiß. ;-)
KeyzerSoze
30.10.2008 19:22 Uhr / Wertung: 9
rofl .... ich hab mich so weggeschmissen bei dem Trailer ... tut mir Leid, aber Eastwood ist für diese Art definitiv zu alt ... da hätte er auch nen neuen Dirty Harry drehen können ... aber anschauen werd ichs mir auf jeden Fall ... das könnte sehr unterhaltsam werden ... zumal ich trotz meiner Meinung nach dem Trailer Eastwood als Regisseur immer einen tollen Film zutraue.
blingblaow
26.10.2008 00:24 Uhr / Wertung: 9
Wow, sieht echt gut aus: Trailer. Schätze Eastwood als Regieseur sehr und bin echt gespannt auf den fertigen Film.

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